Jonny, die Kirchenmaus von St. Johannis
Montag, den 01. Februar 2010 um 16:20 Uhr
Hurra - ich bin wieder zurück! Unser kirchenmäusliches Austauschprogramm - ich als evangelischer Jonny im Dom, der katholische Fredi dafür in Johannis - haben wir sechs Wochen lang voll durchgezogen; wie es Fredi dabei ergangen ist, will er demnächst selbst erzählen. Was mich betrifft: Es war sehr spannend! Früher, so hat mir Fredi erzählt, hätte man evangelische Mäuse ratzfatz dem Bischofskater zum Frühstück vorgesetzt, aber inzwischen sind auch wir Mäusebrüder und -schwestern und die Domkatze hat Asthma und wenig Tempo. Dieses Dom-Teil ist ja riesengroß, die erste Woche war ich nur am Wandern und Wundern! Und ich will ehrlich sein: Was da am Sonntag abgeht, da können wir Johanniter trotz würdigem Wingert und lustiger Susanne voll einpacken. Rappelvoll, nicht wie bei uns mit 30 Gläubigern, und dann nicht nur ein schwarzer Gerhard, sondern mindestens 20 davon, alle in Farbe und bunt, die machen so was wie Polonaise durch den Dom und die Orgel spielt doppelt so laut wie beim Kabitz, aber sonst wie die Katze: wenig Tempo. Ganz, ganz seltsam: Wo die kleine Schar in Johannis einen Schluck vom Manchmal-Wein und so ein seltsames rundes Schmeckt-Nach-Nix kriegen, trinkt den Wein im Dom nur der große Bunte. Ich weiß übrigens auch warum: Der Wingert hat mal gesagt, dass der Wein in Johannis nix rechtes taugt, da müssen wir wohl sparen. Im Dom aber müssen die gar nicht sparen (man sieht es ja an jeder Ecke) und haben bestimmt einen supertollen Wein - aber für alle langt der dann auch wieder nicht. Ich könnte noch stundenlang vom Dom schwärmen - aber jetzt bin ich wieder in Johannis - und das ist halt meine Mäuseheimat ...Nächstesmal mehr.Euer Jonny - vormals vom Dom!
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