Aktuelles
Angedacht..(August)
Sonntag, den 01. August 2010 um 00:00 Uhr
Liebe Mitglieder,
Freundinnen und Freunde unserer Gemeinde,
Eigentlich war ich immer ein Fußballmuffel. Auch Weltmeisterschaften haben mich nicht wirklich interessiert. Wenn ich dann doch einmal ein Spiel der deutschen Mannschaft im Fernsehen gesehen habe, fand ich es oft langweilig.
Zwar war viel Kraft und Ausdauer dabei aber mir schien das Spiel wenig abwechslungsreich.
In diesem Jahr habe ich meine Meinung geändert. Die junge
deutsche Mannschaft hat während der Weltmeisterschaft in Südafrika so frisch und ideenreich gespielt, dass ich die Fußballbegeisterung meiner Umgebung von Herzen geteilt habe. "Fußballspiele sind langweilig", mit so einem Spruch werde ich meine Familie nicht mehr quälen.
Zum Glück können sich Meinungen ändern.
Unsere Urteile erweisen sich oft als falsch, als Fehlurteile oder Vorurteile.
Das mag in manchen Fällen nicht so schwer wiegen, schwierig
wird es, wenn wir Menschen beurteilen und dann auch verurteilen.
Im Johannesevangelium steht der Monatsspruch für den Monat
August und dort heißt es im 8. Kapitel, Vers 15: Jesus Christus spricht:"
Ihr urteilt, wie Menschen urteilen, ich urteile über keinen."Jesus
setzt sich hier mit den Pharisäern auseinander und will ihnen verständlich machen, warum er darauf verzichtet, über eine Ehebrecherin zu richten.
Urteile will Jesus Gott selbst überlassen. Ich werde diesen Monatsspruch mit in die Sommerferien nehmen. Hoffentlich hilft er mir, dass ich mich zurückhalte, wenn ich mich über meine Mitmenschen im Ausland aufrege. "Mal wieder typisch", diesen Satz will ich mir sparen.
Schließlich habe ich doch gerade bei der Weltmeisterschaft
erlebt, dass es besser ist, auf Vorurteile zu verzichten
und sich überraschen zu lassen von neuen Erfahrungen.
Einen erholsamen Sommer wünscht Ihnen
Ihre Margarete Allolio
Abriss des alten Pfarrhauses
Sonntag, den 01. August 2010 um 00:00 Uhr
In der letzten Augustwoche ist es so weit: die Abrissarbeiten am
Pfarrhaus St. Johannis beginnen.
Im Anschluss daran folgt der Neubau des Gemeindehauses mit Pfarramt.
Im Erdgeschoss entsteht ein großer Gemeindesaal, der durch
eine Schiebewand in zwei Säle geteilt werden kann, dazu eine Küche
und ein Behinderten-WC. Im Untergeschoss sind Sekretariat, Amtszimmer,
zwei weitere Büros, Archiv, Technikraum, Lager und WC vorgesehen.
Der Zugang ist ebenerdig von der Hofstallstraße aus.
Wie auf den Grafiken zu sehen, wird es kein Obergeschoss mit
Pfarrwohnung mehr geben. Das Pfarrhaus soll an der Stelle des bisherigen
Gemeindehauses neu gebaut werden. Gleichzeitig wird auch
ein neues Kinderhaus gebaut.
Nach gründlicher Prüfung haben sich aus bautechnischen und finanziellen
Gründen die Neubauten im Vergleich zu Generalsanierungen
als entschieden sinnvoller erwiesen.
Wir haben wahrlich umfangreiche, dringend notwendige Baumaß-
nahmen vor uns und freuen uns auf die neuen Gebäude für
St. Johannis!
Pfarrer Gerhard Neumeister
Johannisfest
Sonntag, den 01. August 2010 um 00:00 Uhr
Auch in diesem Jahr wurde das Johannisfest am Samstag, 26. Juni, mit dem Sommerkonzert in der Immanuelkirche eingeläutet.
Großen Applaus gab es für die Musiker Harold Rüdiger, Harm-Hinrich
Brandt und Theo Seidl für ihre Interpretationen von Joseph Haydn.
Texte zum Schmunzeln und Nachdenken, gelesen von
Frau Helga Rüdiger, rundeten diesen Konzertabend in gelungener Weise ab.
Im Anschluss saßen Künstler und Publikum bei einem guten Tropfen und liebevoll zubereiteten Häppchen noch lange auf dem Vorplatz der Kirche zusammen.
Durch die großzügigen Spenden in Höhe von knapp 600 Euro konnte die
Lücke zur Finanzierung der Kirchenglocke geschlossen werden.
Herzlichen Dank!
Am Sonntag, 27. Juni, begann das Johannisfest mit einem Festgottesdienst,
zu dem auch die Kinder im Kindergottesdienst ihren Beitrag leisteten.
Danach gab es ein Mittagessen im Garten des Kinderhauses -
dort wurde auch das 5jährige Jubiläum der Kinderkrippe gefeiert. Zum
Abschluss wurde eine Kirchenführung der besonderen Art geboten: Kinder
des Kinderhauses zeigten den Erwachsenen "ihre" Johanniskirche.
In der anschließenden Gemeindeversammlung stellten Diakon Barthel
und Architekt Redelbach die Pläne für das neue Gemeindezentrum, das
neue Kinderhaus und das neue Pfarrhaus vor.
Unter dem Dach der St. Johannis
Donnerstag, den 01. Juli 2010 um 00:00 Uhr
DER FRAUENTREFF.PUNKT OBERDÜRRBACH
Der Frauentreff.punkt Oberdürrbach ist aus einem ehrenamtlichen
Kindergottesdienstteam entstanden. Das ist schon einige Jahre her,
die Kinder sind älter geworden und aus dem Kindergottesdienstalter
herausgewachsen. Wir Frauen wollten uns nicht aus den Augen
verlieren. Schließlich haben wir an den langen Vorbereitungsabenden
viel voneinander und miteinander gelernt und dabei gemeinsam
Höhen und Tiefen durchlebt. Der Austausch mit den andern
Frauen ist uns wichtig. Inzwischen hat sich der Frauentreff um
neue Mitglieder erweitert: Einige der Frauen sind ganztags berufst
ätig, andere arbeiten in Teilzeit, manche sind vollberufliche Familienmanagerinnen.
Die freie Zeit ist bei allen knapp. So treffen wir uns
nur etwa alle sechs Wochen. Die Themen legen wir im Sommer fest
und sie sind so bunt wie unsere Interessen. Immer ist auch etwas
zum Gestalten dabei: Wir haben schon gefilzt und getöpfert und
waren bei einer Silberschmiedin in der Werkstatt. Wir haben Abende mit verschiedenen Entspannungsübungen verbracht (von Yoga
bis Chi Gong). In diesem Jahr haben wir u.a. über die Entwicklung
in Afghanistan diskutiert und eine Führung durch das Neumünster
erlebt. Manchmal holen wir uns Referentinnen oder Referenten,
manchmal nutzen wir unser eigenes Know-how. Eine von uns übernimmt
die Verantwortung für die Gestaltung jeweils eines Abends.
Der Veranstaltungsort wechselt je nach Thema, wir sind aber froh,
dass wir das "blaue Zimmer" der evangelischen Gemeinde in der
Dürrbachtalhalle nutzen können.
Wir freuen uns über neue Gesichter, vielleicht haben Sie Lust und
schauen auch einmal herein? Beim nächsten Treffen am 3. August.
um 20 Uhr wollen wir uns die Themen für das kommende Jahr
überlegen.
Anmeldung und nähere Auskünfte bei:
M. Allolio, Tel.94677 oder A.Wege-Csef, Tel.92634
Ihre Margarete Allolio
Jonny, die Kirchenmaus (Juli)
Donnerstag, den 01. Juli 2010 um 00:00 Uhr
JONNY, DIE KIRCHENMAUS VON ST. JOHANNIS
Jetzt kommt der Juli und alle meine Mäusefreunde
haben so einen Stress von wegen: Wo
geht's denn im Urlaub hin... Meine Kollegen
vom Dom und Haug wollen schon seit ich denken
kann einmal im Leben in den Vatikan. Ich
hab ihnen aus dem Sonntagsblatt die Seite mit dem Artikel
"Das Elend der wilden Katzen von Rom" gezeigt, jetzt wollen
sie nicht mehr. Nicht, weil sie das Elend so traurig macht, sondern
weil sie fürchten, die wilden Katzen durch ihren Besuch
ein wenig glücklicher zu machen. Ich hingegen will nicht so
weit weg, ich träume vom Dürrbachtal. Herrlich ruhig, wunderbare
Landschaft, Weinberge, wie in Italien, nur weniger Katzen.
Ober- Unter- oder Mitteldürrbach- egal wo Du hingehst-
mäusemäßig fünf Sterne! Und es gibt evangelischerseits sogar
ein winziges St. Johanniskirchlein, das schaut allerdings nicht
sehr eindrucksvoll aus, hat auch nur ein Bimbam-Glöcklein
und eine ganz kleine Kirchenmaus, das ist der scheue Hansi. Er
hat ein bisserl Komplexe wegen der kleinen Kathedrale und
dem mickrigen Glöckchen und weil halt alles so schwierig ist.
Du hast es leicht, jammert der Hansi, Du bist mit den Kirchenm
äusen vom Dom und Haug per Du, ihr kennt euch, ich sage
nur: "Augenhöhe!"! Naja, da hat er Recht, in der Hinsicht ist er
oekumenisch noch im Entwicklungsstadium, um es mal vorsichtig
auszudrücken! Ich hab ihm gesagt: Das liegt aber doch
an Deiner sogenannten Glocke! Wenn Du so armselig bimmeln
lässt, kein Wunder, dass die vom katholischen Ufer Dich nicht
ernstnehmen! Meine Worte haben den Hansi ein wenig traurig
gemacht, aber tapfer wie er ist, will er jetzt für einen Glocken-
Verstärker Geld sammeln. "Und wenn Euer Gemeindehaus abgerissen
und dann mal neu aufgebaut ist, dann haben wir auch
unseren Verstärker, und dann läuten wir zur Einweihung, dass
man es bis in die Innenstadt hört!"
Euer Jonny
Konfirmation in St. Johannis
Montag, den 12. April 2010 um 19:09 Uhr

Am 18. April werden in der St. Johanniskirche 16 Jugendliche konfirmiert. Die Konfirmandinnen und Konfirmanden sind: Rebecca Blanz, Maximilian Eichner, Fabian Fritsche, Clara Gernert, Svenja Günthert, Pauline Herbert, Marie Hermann, Daniel Höpstein, Nicole Hüttenhofer, Marco Körner, Sean Kotrla, Mascha Marquardt, Martha Schmidt, Sandro Süßenguth, Wiebke Warrings, Sophie Wiebecke.
Jonny, die Kirchenmaus von St.Johannis im April
Donnerstag, den 01. April 2010 um 10:35 Uhr
Letztens habe ich einen Brief mit der Frage gekriegt, wie ich als Kirchenmaus mit der Musik in MEINEM St. Johannis klarkomme. Und ob wir Mäuse musikalisch seien. Na klar, wir singen ganz fabelhaft, aber sehr selten. Nur wenn der würdige Wingert ein bisserl vom Wein stehen lässt, was leider nur alle paar Monate mal der Fall ist. Reden wir aber über die Menschen-Musik da sage ich ganz ehrlich: Die ist mir leider meist zu laut. Die Orgel ist da oben jatoll anzusehen, aber wenn dieser Kabitz sie spielt, - was für ein Getöse! Naja, glücklicherweise ist er oft nicht da .. Dann kommt dazu, dass die Leute im Gottesdienst gar nicht richtig singen, sondern nur so grummeln. Bei den Schwarzen macht die lustige Susanne es am besten: Die singt gar nicht alleine, sondern nur, wenn die andern auch singen, aber dann hört man, dass sie doch singen kann. Der lange Gerhard naja, der neue Thomas aha! Und der seltene Hans oho! Meine Leidenszeit beginnt immer, wenn dieser Holzkäfig aufgebaut wird und die Leute mit den Instrumenten kommen und der Chor, das ist schwer auszuhalten!
Aber es gibt auch schöne Momente: Die säxische Kerstin (klein aber auch schon so pfarrermäßig unterwegs) hatte mal das Säxophon als wichtigstes Kircheninstrument eingeführt das hörte sie und das höre ich so gerne! Der Kabitz mag das nicht so gerne, wahrscheinlich wegen der Konkurrenz, aber das sollte immer spielen, dann kämen sicher auch viel mehr Leute! Ich muss weg, ich hab gleich Mäusesäxophonstunde! Ich geb meinen Brief dem Kabitz zum Weitergeben an die flotte Andrea, der bessert auch meine Komma-Fehler aus!
Bis zum Mai Euer Jonny!
Angedacht ... (April)
Donnerstag, den 01. April 2010 um 10:29 Uhr
Liebe Mitglieder,Freundinnen und Freunde unserer Gemeinde,
vor nicht allzu langer Zeit war der TÜV in St. Johannis und hat alles nach sämtlichen Regeln der technischen Kunst durchgeprüft. Das ist an sich nichts Ungewöhnliches und geschieht alle paar Jahre. Besonderes Augenmerk gilt der von Helmut Ammann gestalteten Christus-Skulptur im Altarraum, die die Wiederkunft Christi am Jüngsten Tag darstellt. Für mich hat diese Skulptur trotz ihrer Größe
etwas Leichtes: Frei schwebend und gleichzeitig monumental, segnend und gleichzeitig richtend. Weil sie aber eben quasi frei schwebt, nur an einigen Stahlseilen befestigt ist, ist es doch gut, dass regelmäßig jemand alles kontrolliert.
Hierbei werden dann auch alle Schrauben der Befestigung nachgesehen und gegebenenfalls nachgezogen. Als ich hiervon hörte, drängte sich mir unweigerlich ein Bild auf: Bei Jesus ist eine Schraube
locker!
Das mag provozierend wirken. Denn eine Schraube locker zu haben bedeutet ja nicht weniger, als Dinge zu sagen oder zu tun, die für denjenigen, bei dem (vermeintlich?) alle Schrauben festgezogen sind, verrückt erscheinen. Gerade in der Passionszeit und zu Ostern ist dieses provozierende Bild aber ungemein passend. Woran wir uns in der Karwoche erinnern und was wir zu Ostern feiern ist
nichts weniger als der Widerspruch gegen die vermeintliche Vernunft. Gegen die Meinung, dass alles so weitergehen wird, gegen die Lüge, dass das Leid in unserer Welt unbesiegbar wäre. Gott solidarisiert sich mit uns und unserem Leid am Kreuz und er überwindet es in der Auferstehung. Der Christus am Kreuz und der Auferstandene Jesus ist der große Einspruch gegen das Gewöhnliche und gegen die Resignation. Es ist die große Verrückung. Paulus schreibt:
Wir sind Narren um Christi willen (1.Kor 4,10).
Die Schrauben an der Skulptur sind festgezogen da können Sie sicher sein. Die Schrauben in uns selbst werden durch Christus gelöst und das ist gut so.
Ihr Vikar Thomas Braun
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