Aktuelles
Angedacht..(Juli)
Donnerstag, den 01. Juli 2010 um 13:06 Uhr
Liebe Mitglieder,
Freundinnen und Freunde unserer Gemeinde,
Wohl den Menschen, die dich für ihre Stärke halten und von Herzen dir nachwandeln!
Übersetzt von Martin Buber und Franz Rosenzweig: O Glück des
Menschen, der Macht hat in dir, in seinem Herzen die Pilgerstraßen.
Wohl denen, glücklich die, zu beneiden sind, gehörte ich doch
auch zu ihnen, heute noch und morgen wieder, die Gott für meine
Stärke, seine, ihre Stärke halten. Die sich ihrer Stärken bewusst sind,
wie auch ihrer Schwächen, die ihre Stärken schätzen, einsetzen,
aber noch von einer ganz anderen Stärke wissen, geheimnisvoll
und offenbar - und wie oft überraschend: Gott ist meine Stärke.
O Glück des Menschen, wohl denen, die sich daran halten, festhalten,
sich darauf stützen, sich aufrichten lassen, ihm das zutrauen,
glauben: Du bist meine Stärke. Sich darauf verlassen. Sich das von
ihm erbitten, darauf pochen, sich darauf berufen: Du bist meine
Stärke. Sei meine Stärke. Deine Kraft sei in mir mächtig in meiner
schwachen Kraft, wenn ich schwach bin und wenn ich stark bin.
Dass ich, dass du erfährst, spürst: Seine Kraft ist in den Schwachen
mächtig. Die dem Herrn vertrauen schöpfen neue Kraft. Mit Hanns
Dieter Hüsch gesagt:
Gott ist der Gedanke, der mir neue Hoffnung gibt.
Gott ist der Ort, an dem ich mit meiner Angst geborgen bin.
Gott ist die Kraft, die mich in meiner Furcht nicht fallen lässt.
Wohl den Menschen, die dich für ihre Stärke halten und von Herzen
dir nachwandeln! Wenn sie durchs dürre Tal ziehen, wird es ihnen
zum Quellgrund und Frühregen hüllt es in Segen. Sie gehen von
einer Kraft zur andern und schauen den wahren Gott in Zion.
Psalm 84, Verse 6-8
Ihr Pfarrer Gerhard Neumeister
Unter dem Dach der St. Johannis
Donnerstag, den 01. Juli 2010 um 00:00 Uhr
DER FRAUENTREFF.PUNKT OBERDÜRRBACH
Der Frauentreff.punkt Oberdürrbach ist aus einem ehrenamtlichen
Kindergottesdienstteam entstanden. Das ist schon einige Jahre her,
die Kinder sind älter geworden und aus dem Kindergottesdienstalter
herausgewachsen. Wir Frauen wollten uns nicht aus den Augen
verlieren. Schließlich haben wir an den langen Vorbereitungsabenden
viel voneinander und miteinander gelernt und dabei gemeinsam
Höhen und Tiefen durchlebt. Der Austausch mit den andern
Frauen ist uns wichtig. Inzwischen hat sich der Frauentreff um
neue Mitglieder erweitert: Einige der Frauen sind ganztags berufst
ätig, andere arbeiten in Teilzeit, manche sind vollberufliche Familienmanagerinnen.
Die freie Zeit ist bei allen knapp. So treffen wir uns
nur etwa alle sechs Wochen. Die Themen legen wir im Sommer fest
und sie sind so bunt wie unsere Interessen. Immer ist auch etwas
zum Gestalten dabei: Wir haben schon gefilzt und getöpfert und
waren bei einer Silberschmiedin in der Werkstatt. Wir haben Abende mit verschiedenen Entspannungsübungen verbracht (von Yoga
bis Chi Gong). In diesem Jahr haben wir u.a. über die Entwicklung
in Afghanistan diskutiert und eine Führung durch das Neumünster
erlebt. Manchmal holen wir uns Referentinnen oder Referenten,
manchmal nutzen wir unser eigenes Know-how. Eine von uns übernimmt
die Verantwortung für die Gestaltung jeweils eines Abends.
Der Veranstaltungsort wechselt je nach Thema, wir sind aber froh,
dass wir das "blaue Zimmer" der evangelischen Gemeinde in der
Dürrbachtalhalle nutzen können.
Wir freuen uns über neue Gesichter, vielleicht haben Sie Lust und
schauen auch einmal herein? Beim nächsten Treffen am 3. August.
um 20 Uhr wollen wir uns die Themen für das kommende Jahr
überlegen.
Anmeldung und nähere Auskünfte bei:
M. Allolio, Tel.94677 oder A.Wege-Csef, Tel.92634
Ihre Margarete Allolio
Jonny, die Kirchenmaus (Juli)
Donnerstag, den 01. Juli 2010 um 00:00 Uhr
JONNY, DIE KIRCHENMAUS VON ST. JOHANNIS
Jetzt kommt der Juli und alle meine Mäusefreunde
haben so einen Stress von wegen: Wo
geht's denn im Urlaub hin... Meine Kollegen
vom Dom und Haug wollen schon seit ich denken
kann einmal im Leben in den Vatikan. Ich
hab ihnen aus dem Sonntagsblatt die Seite mit dem Artikel
"Das Elend der wilden Katzen von Rom" gezeigt, jetzt wollen
sie nicht mehr. Nicht, weil sie das Elend so traurig macht, sondern
weil sie fürchten, die wilden Katzen durch ihren Besuch
ein wenig glücklicher zu machen. Ich hingegen will nicht so
weit weg, ich träume vom Dürrbachtal. Herrlich ruhig, wunderbare
Landschaft, Weinberge, wie in Italien, nur weniger Katzen.
Ober- Unter- oder Mitteldürrbach- egal wo Du hingehst-
mäusemäßig fünf Sterne! Und es gibt evangelischerseits sogar
ein winziges St. Johanniskirchlein, das schaut allerdings nicht
sehr eindrucksvoll aus, hat auch nur ein Bimbam-Glöcklein
und eine ganz kleine Kirchenmaus, das ist der scheue Hansi. Er
hat ein bisserl Komplexe wegen der kleinen Kathedrale und
dem mickrigen Glöckchen und weil halt alles so schwierig ist.
Du hast es leicht, jammert der Hansi, Du bist mit den Kirchenm
äusen vom Dom und Haug per Du, ihr kennt euch, ich sage
nur: "Augenhöhe!"! Naja, da hat er Recht, in der Hinsicht ist er
oekumenisch noch im Entwicklungsstadium, um es mal vorsichtig
auszudrücken! Ich hab ihm gesagt: Das liegt aber doch
an Deiner sogenannten Glocke! Wenn Du so armselig bimmeln
lässt, kein Wunder, dass die vom katholischen Ufer Dich nicht
ernstnehmen! Meine Worte haben den Hansi ein wenig traurig
gemacht, aber tapfer wie er ist, will er jetzt für einen Glocken-
Verstärker Geld sammeln. "Und wenn Euer Gemeindehaus abgerissen
und dann mal neu aufgebaut ist, dann haben wir auch
unseren Verstärker, und dann läuten wir zur Einweihung, dass
man es bis in die Innenstadt hört!"
Euer Jonny
Konfirmation in St. Johannis
Montag, den 12. April 2010 um 19:09 Uhr

Am 18. April werden in der St. Johanniskirche 16 Jugendliche konfirmiert. Die Konfirmandinnen und Konfirmanden sind: Rebecca Blanz, Maximilian Eichner, Fabian Fritsche, Clara Gernert, Svenja Günthert, Pauline Herbert, Marie Hermann, Daniel Höpstein, Nicole Hüttenhofer, Marco Körner, Sean Kotrla, Mascha Marquardt, Martha Schmidt, Sandro Süßenguth, Wiebke Warrings, Sophie Wiebecke.
Jonny, die Kirchenmaus von St.Johannis im April
Donnerstag, den 01. April 2010 um 10:35 Uhr
Letztens habe ich einen Brief mit der Frage gekriegt, wie ich als Kirchenmaus mit der Musik in MEINEM St. Johannis klarkomme. Und ob wir Mäuse musikalisch seien. Na klar, wir singen ganz fabelhaft, aber sehr selten. Nur wenn der würdige Wingert ein bisserl vom Wein stehen lässt, was leider nur alle paar Monate mal der Fall ist. Reden wir aber über die Menschen-Musik da sage ich ganz ehrlich: Die ist mir leider meist zu laut. Die Orgel ist da oben jatoll anzusehen, aber wenn dieser Kabitz sie spielt, - was für ein Getöse! Naja, glücklicherweise ist er oft nicht da .. Dann kommt dazu, dass die Leute im Gottesdienst gar nicht richtig singen, sondern nur so grummeln. Bei den Schwarzen macht die lustige Susanne es am besten: Die singt gar nicht alleine, sondern nur, wenn die andern auch singen, aber dann hört man, dass sie doch singen kann. Der lange Gerhard naja, der neue Thomas aha! Und der seltene Hans oho! Meine Leidenszeit beginnt immer, wenn dieser Holzkäfig aufgebaut wird und die Leute mit den Instrumenten kommen und der Chor, das ist schwer auszuhalten!
Aber es gibt auch schöne Momente: Die säxische Kerstin (klein aber auch schon so pfarrermäßig unterwegs) hatte mal das Säxophon als wichtigstes Kircheninstrument eingeführt das hörte sie und das höre ich so gerne! Der Kabitz mag das nicht so gerne, wahrscheinlich wegen der Konkurrenz, aber das sollte immer spielen, dann kämen sicher auch viel mehr Leute! Ich muss weg, ich hab gleich Mäusesäxophonstunde! Ich geb meinen Brief dem Kabitz zum Weitergeben an die flotte Andrea, der bessert auch meine Komma-Fehler aus!
Bis zum Mai Euer Jonny!
Angedacht ... (April)
Donnerstag, den 01. April 2010 um 10:29 Uhr
Liebe Mitglieder,Freundinnen und Freunde unserer Gemeinde,
vor nicht allzu langer Zeit war der TÜV in St. Johannis und hat alles nach sämtlichen Regeln der technischen Kunst durchgeprüft. Das ist an sich nichts Ungewöhnliches und geschieht alle paar Jahre. Besonderes Augenmerk gilt der von Helmut Ammann gestalteten Christus-Skulptur im Altarraum, die die Wiederkunft Christi am Jüngsten Tag darstellt. Für mich hat diese Skulptur trotz ihrer Größe
etwas Leichtes: Frei schwebend und gleichzeitig monumental, segnend und gleichzeitig richtend. Weil sie aber eben quasi frei schwebt, nur an einigen Stahlseilen befestigt ist, ist es doch gut, dass regelmäßig jemand alles kontrolliert.
Hierbei werden dann auch alle Schrauben der Befestigung nachgesehen und gegebenenfalls nachgezogen. Als ich hiervon hörte, drängte sich mir unweigerlich ein Bild auf: Bei Jesus ist eine Schraube
locker!
Das mag provozierend wirken. Denn eine Schraube locker zu haben bedeutet ja nicht weniger, als Dinge zu sagen oder zu tun, die für denjenigen, bei dem (vermeintlich?) alle Schrauben festgezogen sind, verrückt erscheinen. Gerade in der Passionszeit und zu Ostern ist dieses provozierende Bild aber ungemein passend. Woran wir uns in der Karwoche erinnern und was wir zu Ostern feiern ist
nichts weniger als der Widerspruch gegen die vermeintliche Vernunft. Gegen die Meinung, dass alles so weitergehen wird, gegen die Lüge, dass das Leid in unserer Welt unbesiegbar wäre. Gott solidarisiert sich mit uns und unserem Leid am Kreuz und er überwindet es in der Auferstehung. Der Christus am Kreuz und der Auferstandene Jesus ist der große Einspruch gegen das Gewöhnliche und gegen die Resignation. Es ist die große Verrückung. Paulus schreibt:
Wir sind Narren um Christi willen (1.Kor 4,10).
Die Schrauben an der Skulptur sind festgezogen da können Sie sicher sein. Die Schrauben in uns selbst werden durch Christus gelöst und das ist gut so.
Ihr Vikar Thomas Braun
Pfarrerin Erika Füchtbauer stellt sich vor
Montag, den 01. März 2010 um 22:35 Uhr
Liebe St. Johannis-Gemeinde!Ab 1. März 2010 gehöre ich als Krankenhausseelsorgerin des Juliusspitals und der Missionsärztlichen Klinik zur St. Johannis-Gemeinde. Und darüber freue ich mich richtig. Ich bin in Winterhausen und Heidingsfeld in einer Großfamilie aufgewachsen und nun, nach gut 26 Jahren, hat mich mein Weg wieder in meine Heimatstadt geführt.
Mein Theologiestudium begann ich in Heidelberg und beendete es in Berlin. Dazwischen lebte ich eineinhalb Jahre lang in Brasilien und studierte ein Semester an der lutherischen Fakultät der brasilianischen Partnerkirche von Bayern.
Nach meinem ersten Examen begann ich ein Gastvikariat in Berlin in der Martin Luther-Gemeinde im traditionellen Arbeiterbezirk Neuk ölln, wo ich erste gute Erfahrungen in pfarramtlicher Praxis sammeln konnte.
Ein Spezialvikariat führte mich für vier Monate nach Madurai in Südindien, wo wir uns in der theologischen Fakultät der südindischen Kirche mit unseren dortigen KollegInnen austauschten. Besonders interessant war für mich der Dialog zwischen den Religionen in Indien.
Nach dem zweiten Examen unterrichtete ich drei Jahre lang an einer Ostberliner Grundschule Religion, das dort ein freiwilliges Fach ist und gerade erst aufgebaut wurde. Es folgten fünf Jahre in der Kirchengemeinde Feuchtwangen, und ich kann sagen: "Die erste Gemeinde ist wie die erste Liebe, man vergisst sie nie."
Meine nächste Station waren vier Jahre Pfarrerin in der City- und Universitätskirche St. Markus in München Mitte, eine Gemeinde in der Spannweite von Bildungsbürgertum und "Glasscherbenviertel", Kunst und Diakonie.
Ich hoffe und freue mich auf ein gesegnetes Miteinander!
Ihre Pfarrerin Erika Füchtbauer
Angedacht ... (März)
Montag, den 01. März 2010 um 22:22 Uhr
Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde unserer Gemeinde,
am Freitag, den 5. März laden Frauen aller christlichen Konfessionen zum Weltgebetstag der Frauen. Die Liturgie kommt in diesem Jahr aus Kamerun. Kamerun gehört, seit es von den Portugiesen entdeckt und kolonisiert wurde, zu den unterentwickelten Ländern. Viele Menschen, vor allem die Mädchen und Frauen, haben jeden Tag zu kämpfen: ums Überleben, gegen Korruption, gegen Unterdrückung, um die Möglichkeit, in die Schule gehen zu können, gegen HIV, Arbeitslosigkeit, Zwangsverheiratung von Mädchen im Grundschulalter, Beschneidung, Vergewaltigung, und vieles mehr. Vieles ist für Mädchen und Frauen schon im Wandel, doch die Veränderungen geschehen langsam. Ein Text aus der Apostelgeschichte erzählt davon, dass der Apostel Paulus und sein Begleiter Silas angeklagt und ins Gefängnis geworfen werden: Ins Innerste des Gefängnisses werden sie eingeschlossen und ihre Füße werden zusätzlich noch in den Block gelegt. Befreiung undenkbar! An diesem scheinbar aussichts- und hoffnungslosesten Ort singen sie aus voller Kehle Lobeshymnen auf Gott und die Mitgefangenen hören zu. In dieser Geschichte finden die Frauen aus Kamerun ein frohe und wesentliche Botschaft bezeugt: Solange wir leben, können wir Gott loben für das Geschenk unseres Lebens und für all das Gute, das wir Gott verdanken. "Alles was Atem hat, lobe Gott." ist das Motto der Liturgie aus Kamerun. Trotz aller Überlebenskömpfe loben die Frauen dort Gott jeden Tag ihres Lebens, schon alleine dafür, dass sie leben und atmen können. Sie sagen: "Lobt Gott hier und jetzt für all die Schönheit, die er uns schenkt." Sie stützen sich darin auf die Erfahrungen von Paulus und Silas, die erlebt haben, dass Gotteslob Leben verändert und Gott zum Handeln bewegt. Wir dürfen uns von dieser Lebensfreude der Menschen aus Kamerun abschauen, dass sie, obwohl es ihnen soviel schlechter geht als uns, immer noch Atem haben, Gott zu loben. Wir sollten uns von ihnen unsere Augen öffnen lassen für die vielen kleinen Schönheiten, für die wir Gott loben können. Beim Gottesdienst zum Weltgebetstag können Sie einen Anfang machen. Wir feiern ihn am Freitag, den 5. März um 19 Uhr in Stift Haug und um 19.30 Uhr in St. Rochus und Sebastian in Unterdürrbach.
Ihre Iris Meckelein
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